Was gibt’s denn eigentlich so Neues?

Viele von euch hören wahrscheinlich nicht allzu viel von mir. Das liegt daran, dass ich gerade zehn Wochen lang im EKA gearbeitet habe – ich habe Daten für meine Masterarbeit erhoben.

Masterarbeit

Das Thema meiner Masterarbeit ist eine App auf einem iPad, die ich konzipiert und Mikey programmiert hat. Diese App soll in Form eines kleinen Spiels Demenzkranken dabei helfen, sich Namen und Gesichter besser merken zu können bzw. neue Namen und Gesichter zu merken. Ich musste meine Patienten dafür 8 Tage lang jeden Tag sehen, und dann nach einer Woche noch einmal. Das war sehr, sehr anstrengend. Es hat großen Spaß gemacht aber ich war wirklich kaputt am Ende. Denn: 8 Tage am Stück heißt es gibt kein “krankgeschrieben”, keine “Feiertage” und schon gar kein “Wochenende”. Ich hatte zwischen Ostern und dem 7. Juli ganze sechs Tage an denen ich nicht im EKA war. Von diesen sechs Tagen habe ich drei Tage mit Lauras Hochzeit zugebracht (kirchliche Trauung, Feier, Heimreise, Erholungstag) und einmal war ich meine Großeltern besuchen, die ja auch zwei Autostunden von Hamburg weg sind. Im Endeffekt gibt das zwei Tage Freizeit zwischen Ende April und Mitte Juli.

Was mich dabei bei klarem Verstand gehalten hat? Cleo the Hurricanes “Rockin’ Legs & Abs” und Shaun T’s “Insanity“. Das heißt natürlich, dass ich jeden Tag um 5:30 aufgestanden bin, um Sport zu machen. Was kriege ich dafür? Gute Laune und Spagat. Jawohl. Ich kann endlich Spagat. Hier meine Fortschrittfotos:

Meine Reise zum Spagat.

Meine Reise zum Spagat.

 

Marios

Vermutlich kann es keiner von euch mehr hören – oder verstehen. Ich dachte, ich gebe den Neugierigen unter euch trotzdem ein kleines Update.

Ich habe seit dem 27. August 2013 nichts mehr von Marios gehört. Seine letzte Email war diese:

“Happy happy birthday kori! You are slowly turning into a yiayia. I wish you all the best to you and your family! You have an amazing future laying in front of you and im sure every bday from now on will be better than the previous one. You will definitely succeed and be happy.

I saw the cake email. i think its really good. I know which scene it is but i dont remember the names of the characters. Its the manly-blond woman.
I will try to email you about the 10/10. What i think about it, how i see it etc etc. and few other things.
Marios”
“Kori” heißt soviel wie “kleines Mädchen” und ist ein zärtlicher Spitzname.
Seitdem nix.
Gemeinsame Freunde haben auch nichts gehört von ihm, sogar die Frau seines Cousins hat ihn im August das letzte Mal gesehen.
Es geht mir deutlich besser. Marios fehlt mir sehr und ich habe manchmal das Gefühl, er war gar nicht echt…als hätte es ihn nie gegeben. Und da bleibt nur das Loch in meinem Herzen, wo er mal war. Wenn von meinem Herz genug ganze Stückchen übrigwären, damit sie ein Loch haben könnten. Wie kann ein Mann zwei Jahre um die Liebe einer Frau kämpfen und sie dann wegwerfen?
Das neueste zu dem Thema ist, dass ich zwischen dem 18. bis 23. August auf Zypern sein werde und dann mal bei ihm vorbeischauen werde, ich habe ja seine Telefonnummern und Adressen. Ich kann es trotzdem nicht glauben, dass das so passiert ist…wenn man uns so zusammensieht käme man doch nie auf die Idee, dass wir keine gemeinsame Zukunft haben.
Tja, das war alles mal...

Tja, das war alles mal…

Diejenigen unter euch, die finden, ich solle endlich loslassen und die nicht nachvollziehen können, warum ich so leide, sollen sich einfach mal vorstellen, ihr Partner verschwände von einem Tag auf den Anderen. Er und seine Familie sind weder per Telefon noch Email noch Post erreichbar und man erfährt einfach nichts. Ist der Partner vielleicht verunglückt? Liegt er im Krankenhaus? Gibt es ein Familiendrama? Was ist passiert? Warum erfährt man von nichts?

Promotion

Nachdem Lancaster mich für die klinische Promotion (sowas ähnliches wie eine Psychotherapeutenausbildung) abgelehnt hat, weil sie mich extrem unempathisch fanden, promoviere ich jetzt in Edinburgh. Das Feedback von Lancaster hat mich sehr getroffen und verletzt, weil sie mir knallhart gesagt haben, dass sie gar keine Empathie in mir sehen konnten. Als mangelte es mir vollends an dieser menschlichen Qualität. Und dass ich im EKA mit Patienten arbeiten darf, scheinen sie kaum nachvollziehen zu können. Ich war megasauer und verletzt von deren Aussagen..boah! Aber die Promotion in Edinburgh dauert drei Jahre und es geht beim Thema meiner Promotion um das Personal, das in Antarktika überwintert. Ich will untersuchen, wie sich das auf die geistigen Leistungsfähigkeiten und Gesundheit auswirkt. PINGUINE! Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich in ein paar Jahren Dr. Temp sein werde. Klingt prima, oder? (Obwohl ein Teil von mir es nicht glauben kann, dass ich niemals Dr. Kosma werden kann.)

Ich bin in jedem Fall sehr, sehr glücklich in Edinburgh zu bleiben. Ich liebe es hier. Mary’s Milk Bar. Die Harry Potter Society. Die Pole Society. Die Stadt…kommt mich besuchen!!!!!

 

Hochzeiten

…dann gibt es nur noch eins zu sagen: Laura und William haben geheiratet und ich durfte Brautjungfer sein. HURRA!

Laura und ihre Brautjungfern Miri, Ann, Co, ich, Leni & Theresa (v.l.n.r.)

Laura und ihre Brautjungfern Miri, Ann, Co, ich, Leni & Theresa (v.l.n.r.)

Sehe ich nicht brautjungferlich aus?

Sehe ich nicht brautjungferlich aus?

 

William war natürlich auch dabei auf seiner Hochzeit:

Das rechts ist William. Bei dem Foto muss ich immer noch schniefen. Sehr.

Das rechts ist William.
Bei dem Foto muss ich immer noch schniefen. Sehr.

 

Und vor Laurilliam haben Sarah und Arif geheiratet. Ich durfte Trauzeugin sein!

Sarah und ich kennen uns aus der Cambridge Summer School 2009, damals sahen wir so aus:

Sarah und ich 2009

Sarah und ich 2009 – ich kann’s noch nicht fassen, dass ich Trauzeugin sein durfte.

 

Hier ein paar kurze Auszüge aus der standesamtlichen Trauung…

Wir haben uns quasi kaum verändert...

Wir haben uns quasi kaum verändert…

Ganz genauso sollte eine Ehe meiner Meinung nach aussehen...

Ganz genauso sollte eine Ehe meiner Meinung nach aussehen…

 

Und ein paar Fotos aus der kirchlichen Trauung bzw. Nikkah. Ja, das hier war eine interreligiöse Zeremonie und sie war wunderschön.

...und ein Foto von der Nikkah/christlichen Trauung. Sehen sie nicht wunderschön aus? *schnief*

…und ein Foto von der Nikkah/christlichen Trauung. Sehen sie nicht wunderschön aus? *schnief*

 

Witzigerweise durfte ich bei beiden Trauungen aus der Korinthern (sogar fast dieselbe Stelle) vorlesen…

Mach ich doch prima, oder?

Mach ich doch prima, oder?

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Anna’s guide to Edinburgh, Pt. 4: How to find decent bread in the UK

Now, the Germans, Swiss Germans and Austrians among my readers who have lived abroad will know this issue. Where on earth do you find bread? When you ask a Brit for bread, what you often get is this, similarly with Americans. Whilst there is nothing wrong with a nice slice of toast with melting peanut butter on it (hummm…), there is no way in the world that I would eat toast if I wanted bread. Some English speakers call it “crusty bread” to make the distinction, but bread isn’t just about the crust. So, how do you find nice German bread in the UK?

There are numerous options. The first one that I came across when I moved to Buckingham years ago is Waitrose. Waitrose is a supermarket chain, markedly more expensive than Tesco’s but if you ask me, the fruit and veg are also slightly better quality. Waitrose also has Schneiderbrot, which is rye or sunflower grain bread. Very nice. Additionally, they sell what is called German extrawurst and German salami. Extrawurst is more known as Mortadella or Geflügelwurst at home. And, importantly, Waitrose makes quite nice rolls for Sunday breakfasts. So, if you have a Waitrose near you, jackpot!

Unfortunately, in Edinburgh there are two Waitroses, either of them about 45min walk in each direction from my house. Find them on Google Maps, I found Lidl in Nicolson St. Lidl does occasionally sell German rye bread which is amazing. Lidl also has rolls, which I haven’t tried yet but their bread is nice. No German extrawurst anywhere to be found 😦 Even worse, Lidl doesn’t always have German bread and it sells out quickly, which sucks, let’s face it.

About 10min walk down the street from Lidl (Nicolson St turns into Clerk and South Clerk St etc..) is the Wee Boulangerie. This boulangerie produces lovely French bakery, sourdough breads, macarons, pizzettas and so on. It is tiny, but lovely. The staff there are very friendly and happy to help you slice the bread in advance. I for once, do not have a bread knife, so…I’ve forgotten to take a photo of the Wee Boulangerie but they are just down Clerk St on the right side of the road if you are coming from North Bridge. One of their strong points for me is that they are very, very central because here comes my next contestant for the German bread award.

Konditormeister Falko.

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Yes, you read that correctly. Falko is a German, trained as Konditormeister (Master Baker) in Germany who moved to Edinburgh to bring to this island the wonderful gift of German bakery. Falko bakes all kinds of bread (his multigrain bread is my favourite), including genuine pretzels (*** Tesco and *** Mr Pretzel even more!!!) and MANDELHÖRNCHEN (almond horse shoes). They are my favourite type of cake at home and he brought them to the UK. Oh Falko, if only you knew how much happier you made my life. Falko is unfortunately very far from my house, a good 40min walk, near the Chocolate Tree. However, he brings his miracle bread to the Edinburgh Farmer’s market every Saturday. Needless to say, Falko’s employees speak German (many, anyway) and they were also happy to slice my bread when I asked them to. Because I sliced my thumb, slicing a simple roll. When at his bakery shop today I found something that just saved my Christmas time. Lebkuchen. Genuine, perfect, amazing Lebkuchen.

So, Falko wins. By far.

Anna’s guide to Edinburgh, Pt. 3: Sweet, sweet Edinburgh

Now, one of the lovely things about Edinburgh is that you do not have to go to Starbucks if you don’t want to. Now, not that there is anything wrong with Starbucks (except for the coffee quality), they make lovely collectable cups. I am not much of  a coffee drinker, I’m pro hot chocolate. Which, home in Germany put me at odds with Starbucks because their hot choc was very obviously made from water, not milk. Eugh. So, here in the UK, Starbucks prides itself in a “signature hot chocolate” made with milk, well done Starbucks. Whilst I did originally drink this every now and then, I have to say, I found two awesome places here.

The first one was discovered by Raffaella when she googled “best hot chocolate in Edinburgh” and it is called the Chocolate Tree. The shop is in Bruntsfield Place, a good 20min walk from George Square, the University’s main campus but it is so worth it. Anyone who has seen “Chocolat” featuring Johnny Depp should visit this shop because it is very much like it. The Chocolate Tree even has Mayan chocolate. This is what it looks like from the outside

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And I’m sure you’ve been dying to see what I am talking about, so here you see our milk chocolates, the white chocolates, some pralines and a blueberry chocolate muffin.

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So yeah, all I can say to those are that they are huge and amazing. As you can see, they are almost small humps of hot chocolate, rather than mugs. The white chocolate is very milky and very chocolatey and the price is around 2.5 pounds. Some of their pralines contain beer, others contain whisky. Let me just recommend the whisky ones. They are crazy amazing. Their chocolate to buy is also very, very good. Their ice cream is quite nice. 

The second place I discovered is Mary’s Milkbar.  Mary’s is located in Grassmarket, at the bottom left corner of it. This location is very dangerous because it is actually a mere 5min walk from George Square, constantly tempting you when you have a quick break. I’ve not tried Mary’s coffee or espresso but my friends tell me it is the best they ever had. I have had Mary’s white chocolate though, and she flavours it with kardamom. Kardamon? That thing. White chocolate is also 2.5 pounds and I find the cup a bit smaller than the one in the Chocolate Tree. Also, since Mary’s is a milkbar, not a chocolate boutique, it is more milky. This doesn’t mean it is less tasty at all, it is still thicker than anything I’ve had at Starbucks, Costa, Nero or other cafés but it definitely has more milk than the Chocolate Tree’s white hot choc. And the kardamon…hmm, it’s somehow got me hooked up. “Butter bei die Fische”, as Germans say when they want to make something clear. What I value Mary’s for is the incredible originality of her ice cream and seasonal chocolate flavours. It may make me seem alcoholic but…whisky mac ice cream! Amazing! And the honey and lavender easily kept up. Mary exchanges her homemade ice cream flavours at least weekly. Here you can see some hot chocolates and ice cream tubs:

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Mary has two little tables for customers and a seating corner by the window. The bar is kept in a lovely 50s style.

P1080623 Here Mary was so kind to take a photo of a few course mates and me. Chrissie, Emma, me, Evanthi (with hat), Justyna, Monica and Margot. All of them loved Mary’s!

One more thing that really makes me appreciate Mary’s is that you can actually meet Mary. Mary isn’t just the name on the front door, she is the lady who runs the shop, a slim, blonde haired woman with glasses. Describing her because she sometimes has people who help her out. And Mary is really nice and cool to chat with. She’s said that it is her dream to run this milkbar for all her life and be the little old lady everyone knows. I really hope this comes true for her. Also, Mary’s Milkbar always reminds me of “Mary’s Place” by Bruce Springsteen.

So, what’s the conclusion? Well, I had Mary’s milk chocolate and orange ice cream, and that of the Chocolate Tree. Mary’s is superrich, it’s like you live the chocolate inside it but the orange is never too little, it’s a perfect amount of orange. The Tree’s ice cream was actually more milky and contained chocolate splinters and orange bits, which was quite nice. The price was the same, 2 pounds. Have to say: Mary’s won. Loved the Tree, but Mary’s was a lot richer and chocolatier and Mary gives you HUGE scoops. She’s supergenerous. Hot chocolate wise, it depends on what you want, if you want to focus on milk (possibly better for weight loss, ladies!) you want Mary’s, if you want more chocolaty chocolate, it’s the Tree.  And the general conclusion is not to go to Starbucks or any other commercial chain.

Anna’s guide to Edinburgh, Pt. 2: Arthur’s seat climb

FIRST OF ALL: If you click the images, they will enlarge. Totally worth it!

So, here we go again. Another blog about the beauty of Holyrood Park. And I do feel that this is perfectly legitimate, based on a simple observation: to me, the place is Heaven on Earth. So, I have been up Arthur’s seat twice until now.
The first time was on a uni-guided tour with Vivian, Raffaella and Jia. We approached Arthur’s seat from Holyrood Park Road, i.e. from behind.

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So, it kind of looked like a lion that had laid down to rest.

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From that side, you end up with a relatively steep climb which will take you 30-45min from the foot of the volcano to the top. Because it’s so steep, it will be quite exhausting. If you have asthma, like me, take an inhaler. Just in case. This side will give you a very nice view of the city whilst climbing up:

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Also, you will get to climb up to the top via the back hill. That’s the part that looks like the lion’s butt. Once you get up to Arthur’s seat, the view is stunning all around. This trip is also briefly described in German here. We climbed down pretty much the same way as we came.

On Sunday, Evie, Kathrin and I decided to climb Arthur’s seat from the other side. We left our home and entered the park from Holyrood Road/Queen’s Drive. We went the left way around The Crags, past St Anthony’s Chapel. That’s the lovely little ruin, right above St Margaret’s Loch.

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St Margaret’s is usually full of swans, a very beautiful sight.

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An issue that can easily be spotted is that it’s usually full of tourists, so a photo shoot the way Jenai did with Ami and me would hardly be possible. It’s still a great spot for shots.

We continued uphill, which was very nice because it was a lot less steep than the first route. It also took us longer. If you look at it, with stops for photos etc., it took us an hour or an hour and a half to get up there! However, the beauty of the Queen’s Park is …breathtaking, at its worst. Seriously. This route gives you a better view of the sea on two sides of the city, it gives you a view of two different lochs and it’s totally worth the long climb. Here, see some of the shots we took on our way up.

P1080436 You can’t tell me that this is NOT Heaven on Earth, seriously.

P1080442 On this one, you can even spot the North Sea in the background.

P1080443 This one’s a shot “upward” towards the seat.

P1080445 And the North Sea on the other side of the park.

The last bit of the climb was quite adventurous because it became steeper and you climbed up some rocks. But as soon as we were up there, we did really feel like Queens of the World. We decided to have a picnic just below the clifftop, where it was reclusive and sunny and not at all windy. See Evie and me snooze:

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We then decided to climb down that way and this is very, very recommendable. It’s adventurous and great fun. But also, you have to be prepared to be climbing up and down walls of rock with the risk of falling, slipping and sliding. Here you see me, heroine that I am, climbing down…it was scary!

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But awesome.

I’m Queen of the Rock! Felsenbezwingerin!

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If you take this route down, you pass this rock formation and seriously, look at the awesome fun we had.

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My personal preference is the second route.

So, genuine tips on how to get up Arthur’s seat:

1. Wear good, rain-proof shoes. Ideally, hiking boots.
2. Wear layers of clothing – jackets, jumpers, t-shirts, tank-tops. You will want to take them off.
3. Bring water to drink.
4. Crucial, yet last but not least: do bring a decent, wide-angled camera.

PS: I know the past two posts make me look like I have 0 survival instincts. However, the Mackenzie poltergeist did follow me home one night. The night where we snuck into the graveyard tour. So: live life full, as Justin Bieber said. Or, as someone infinitely more clever put it: boobs, baboon, mayonnaise. Or was it soccer? Anyway, a post on ghost tours in Edinburgh is in the making.

Ami war in Edinburgh!

So, jetzt nehme ich mir mal wieder ein bisschen Zeit für einen Blogeintrag…ich sitze nämlich in einer Statistikvorlesung. Letzte Woche war Ami von Donnerstag bis Sonntag hier zu Besuch, was einfach mal megacool war. Wie man sieht hatten wir viel Spaß, auch wenn man das Spielen mit menschlichen Skeletten vielleicht pietätlos findet. Aber, keine Frage, spiced rum and lemonade helfen dabei. Vor allem in größeren Mengen. Das war Donnerstagabend in der Library Bar des Teviot. Und das ist das bizarre: die Studenten LIEBEN ihre Uni-Bars. Sie lieben sie. Das Gefühl kennt man aus Buckingham gar nicht.

 

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Wie gesagt, spiced rum and lemonade senken die Schamgrenze.

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Am Freitag musste ich mich hochquälen für meine 9-Uhr-Vorlesung und dann mussten Sam und ich uns durch Statistik quälen. Abends wollten Ami und ich eigentlich mit Luke und Daniel ins Espionage, aber wir wurden abgelenkt. Wir haben dann bis 3.30 morgens “Never have I ever” gespielt, dann wollte Daniel schlafen und wir wollten zu dritt ins Espionage…und es war zu. Samstagabend waren Luke, Ami und ich dann endlich im Espionage:

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Nachdem Ami und ich Samstagmorgens mit Jenai die Crags bestiegen haben, um Fotos zu machen.

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Mit dem Edinburgh Castle im Hintergrund.

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“Paint me like one of your French girls, Jack!”

Es war ein absolut legendäres Wochenende, wir haben von Donnerstag bis Sonntag sicherlich unter 20h geschlafen. Und am Sonntag musste Ami wieder nach Hause. *schnief* Anschließend war ich mit Evie und Kathrin auf Arthur’s seat. Und, große Ankündigung: ich habe jetzt einen groooooßen Bilderrahmen gekauft, in dem ich Fotos von Leuten horte, die mich besucht haben. Siehe hier:

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Also, macht euch auf den Weg!

PS: JA, meine Haare sind orange. Leuchtend orange. Daher nennen die Jungs mich jetzt “Iron Brew Maiden”, nach “Irn Bru”, der schottischen Coca Cola. Die hat nämlich die Farbe meiner Haare.

Das Harry Potter Pubquiz

Ich war Mittwoch bei einem Harry Potter-Quiz, was irre viel Spaß gemacht hat. Dazu muss ich sagen, dass ich nicht viele Fragen beantworten konnte. Ich höre Mieke, Corinna und Kira aufschreien? Na gut, dann zählt ihr mir doch mal jede einzelne Statue und jedes einzelne Portrait in Hogwarts auf, einschließlich Standort und magischer Eigenschaften? Wie heißt Hepzibah Smiths Hauselfe? Welche Personen kamen in welcher Reihenfolge aus der Heulenden Hütte in Band 3? Diese Leute hier sind eindeutig ERNSTE HP-Fans. Quasi-militant. Ich habe mich auf jeden Fall für Samstag zum Quidditch-Training des Edinburgher Teams der Holyrood Hippogriffs angemeldet. Hier ihr Logo:

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Außerdem gab es die Bonusaufgabe, einen Comic über Newt Scamander (Autor von “Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind”). Unserer sah so aus:

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Achja, und wir sind letztendlich Zweite geworden – superstolz! Wobei Louise, das Mädel im gelben Pulli (mit dem Schnurrbart), echt am meisten wusste. Das klingt gemein, aber sie kann als Kind kaum Freunde gehabt haben. Sie muss ihre ganze Kindheit mit Harry zugebracht haben. Warum ich das denke? Nicht unbedingt, weil sie einen Schnurrbart hat, sondern weil sie mich an mich selbst erinnert…als ich keine oder kaum echte Freunde hatte, und sich nur jemand für mich interessierte, wenn er was wissen wollte. Hier das Team mit der gewonnenen Schokolade:

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Ja, sogar ich habe etwas Schoki gegessen – zum ersten Mal in zwei Wochen oder so. Ich habe beständig das Gefühl, abzunehmen. Ich laufe ja auch dauernd bergauf…das Mädchen über mir ist Kathrin, neben Kathrin ist Kate und unten drunter ist Amy. Achja, und ich war beim Poledancen. Anscheinend war ich so gut, dass ich dauernd gefragt wurde, ob ich das schon gemacht hab. Klar, wie hab ich mir sonst das Studium finanziert?! Achja, und es gab eine Karte des Rumtreibers von Edinburgh:

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Diese Nerdsache mit Harry Potter lässt mich an Dany denken. Sie hatte irgendwann mal einen Status auf Facebook, vonwegen sie sei ein Nerd, weil die einzige Antwort im Kreuzworträtsel, die sie kannte “Ent” war (auf die Frage, wie im HdR die baumähnlichen Wesen hießen). Naja. Mangel an Allgemeinbildung macht keinen Nerd. Und Wissen um eine Filmreihe, die global eine Milliarde Menschen erreicht hat, auch nicht.

Dienstag hatte Dany eine Einladung zum Reading Festival August 2014 auf ihrer Pinnwand gepostet. Ich habe kurz überlegt, mich anzumelden, denn während des Reading Festivals kann ich bestimmt super lernen. Wieso? Weil in Edinburgh zu dem Zeitpunkt SECHS Festivals stattfinden. U.A. das Military Tattoo und das Fringe. Jetzt muss ich mich erstmal wieder aus der Zauberwelt lösen, meinen HP-Society-Magneten am Kühlschrank anbringen und abwaschen. Und morgen dann Statistik lesen. Mäh.

 

Donnerstag habe ich mein erstes Lehrbuch aufgeschlagen – Statistik mit R. Zu meinem großen Entsetzen fand ich das Buch witzig und gut geschrieben. Ich bin eigentlich überhaupt kein Fan von Lehrbuchautoren, die auf cool und lässig machen, dabei so tun als wären sie unsere besten Freunde. Aber der Junge war schon witzig. Es gibt einen (männlichen) Leni im Buch:

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Sehr schön ist auch die Batman und Catwomanpassage:

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Ich fühle mich in Edinburgh wohler und wohler. Nicht, dass ich mich je unwohl gefühlt hätte. Aber ich fasse zusehends Fuß. Und ich vertiefe einige Freundschaften: Evie war gestern abend auf eine Pyjamaparty bei mir. Pyjamaparty!! Demnächst wird es wieder einen Blogeintrag auf Englisch geben – vermutlich über verschiedene Pubs, Restaurants und/oder Geistertouren.

Woche 1

Da letzte Woche Fresher’s week war, ist jetzt Woche 1 des Semesters. Woohoo?! Meine erste Vorlesung am Montag fand ich eher doof, der Prof hat total viele Folien übersprungen. “Wenn ihr das nicht wisst, erzähle ich euch das auch nicht, obwohl ich eine Folie dafür habe.” Bescheuert. Daniel hat mich dann drauf aufmerksam gemacht, dass Edinburgh zwar auf Platz 17 der Weltrangliste ist, aber nicht weil sie so gut lehren – sondern so gut forschen. Das stimmt natürlich…

Und ja, das da unten ist ein Eintrag auf Englisch. Eine meiner Buckinghamfreundinnen hat darum gebeten. Aber es ist eher eine Art Reiseführer als ein Tagebuch. Das bleibt Deutsch ;-P

Aber auch hier gibt es neue Fotos für euch:

 

Auch ein kleiner Mensch kann einen sehr langen Schatten werfen. Siehe Tyrion Lannister aka The Imp. Das hier stammt von meiner Kletterei auf The Crags.

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Hier sieht man meine Hütte von oben. Ich hab recht lange gebraucht um draufzukommen, welches Haus jetzt Sugarhouse ist.Image

 

So, und jetzt muss ich meinen neuen Staubsauger abholen – die hiesigen sind total dumm und ich hab dauernd eine Allergiereaktion in den Augen. Ihpfui.